Töpfereimuseum
Das Töpfereimuseum befindet sich in dem aus dem Jahre 1678 stammenden Wohnhaus der Töpferfamilie Eiling, einem Ackerbürgerhaus in Dreiständerbauweise. Aus dem Besitz der Töpferfamilie war Mobiliar aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vorhanden, es zeigt die damalige Wohnsituation der Töpferfamilie. Bis zu dieser Zeit produzierten 23 Töpfereien in Ochtrup.
Das Museum ist in mehrere Ausstellungseinheiten aufgeteilt und vermittelt einen interessanten Überblick über das Schaffen der heimischen Töpfereibetriebe in den vergangenen Jahrhunderten. Die ältesten Objekte stammen aus dem 14./15. Jahrhundert, es handelt sich hier um restaurierte Schwarzirdenware (d.h. im Feldbrand hergestellt).
Zierschüsseln, Pfannkuchenteller, Gebrauchsgeschirr und Blumentöpfe aus mehreren Jahrhunderten lassen die breite Palette der mit dem Malhorn bemalten Irdenware erkennen. Als Besonderheit der Ochtruper Töpferei gilt die "Blauweiße Keramik" (erste Pinselmalerei), die seit Beginn des 20. Jahrhunderts hergestellt wird.
Im 19. Jahrhundert erlebte die Töpferei einen gravierenden Rückgang. Aufkommendes Emaille- und Aluminiumgeschirr verdrängte die Keramikgefäße aus dem Handel. Eine Ausstellungseinheit des Museums macht diesen Rückgang am Beispiel einer Küchenszene deutlich.
Besonders charakteristisch für die Stadt sind der Ochtruper Siebenhenkeltopf und die Ochtruper Nachtigall.
Der Siebenhenkeltopf, ursprünglich ein Nachttopf, weist am Rand gleichmäßig verteilt sieben Henkel auf. Die Nachtigall ist eine Gefäßflöte, die beim Hineinblasen einen Ton von sich gibt, der wie Vogelgezwitscher klingt. Zu diesem Zweck wird die Figur mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt.
Das Museum bietet dem Besucher weitere Informationen durch Filme und Schrifttafeln, die einen Überblick über die Geschichte der Töpferei in Ochtrup bieten. Neben der Dauerausstellung finden regelmäßig im Töpfereimuseum auch Sonderausstellungen moderner Keramik als Kontrast zu den historischen Exponaten statt. Nähere Informationen können der Tagespresse entnommen werden.
Öffnungszeiten:
| Montag | Dienstag bis Freitag | Samstag | Sonntag |
| geschlossen | 09.00 Uhr - 12.00 Uhr und 15.00 Uhr - 17.00 Uhr | 15.00 Uhr - 17.00 Uhr (nur von Mai bis Oktober geöffnet) | 15.00 Uhr - 17.00 Uhr |
Der Eintritt für Erwachsene beträgt 1,- €.
Führungen für Gruppen durch das Museum sind nach Absprache möglich. Daneben werden für Gruppen auch Führungen durch die Altstadt bzw. zu anderen Sehenswürdigkeiten in Ochtrup angeboten.
Kontakt:
Töpfereimuseum Ochtrup
Töpferstraße 10
48607 Ochtrup
Telefon 02553 / 80854
info@toepfereimuseum-ochtrup.de
www.toepfereimuseum-ochtrup.de

