Wer versiegelte Flächen auf dem eigenen Grundstück zurückbaut und dauerhaft bepflanzt, schafft Raum für Natur, Wasser und Klima. Und er kann dafür ab dem 1. April 2026 einen Antrag auf Förderung bei der Stadt Ochtrup stellen.
Dieser Schritt „zurück“ zur Natur sei zugleich ein proaktiver Umgang mit den Folgen des Klimawandels, erklärt der städtische Klimaanpassungsmanager Robin Stöber:
„Entsiegelte Flächen bieten viele Pluspunkte für Umwelt und Stadtklima. So kann Regenwasser ungehindert versickern. Das verringert die Gefahr von Überflutungen bei Starkregen. Bepflanzte Flächen speichern außerdem CO₂ und sorgen durch Verdunstung für eine spürbare Abkühlung an heißen Sommertagen. Und natürlich schaffen sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen.“
Er freut sich daher über die Förderung, die der Rat der Stadt Ochtrup in seiner Sitzung am 25.2.2026 beschlossen hat. Gefördert werden die Containerkosten zur Abholung und Entsorgung von Pflaster, Asphalt, Schotter und Kies. Die Mindestfläche sind 10 m², wobei Nachbarschaften ihre Flächen zusammenlegen können, um gemeinsam von der Förderung zu profitieren. Der maximale Zuschuss beträgt 200 € pro Haushalt. Die entsiegelten Flächen müssen dauerhaft unversiegelt bleiben und bepflanzt werden. Die Auszahlung erfolgt nach vollständiger Prüfung aller Unterlagen.
Hier kommen Sie zu den Richtlinien als PDF-Download:
Und zu guter Letzt können die Antragsteller auch beim deutschlandweiten Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“ punkten. Hier zählt jeder Quadratmeter!
Teilnehmen können alle, die eine private versiegelte Fläche zurückbauen und naturnah gestalten möchten – etwa im Vorgarten, im Hinterhof, auf dem Schulhof oder auf einem Firmengelände. Eine Mindestgröße gibt es bei dem Wettbewerb nicht.
Die Teilnahme am „abpflastern“ ist unkompliziert: Pflastersteine oder Beton entfernen, die Fläche ausmessen, Vorher- Nachher-Fotos machen und die Daten online eintragen (www.abpflastern.de). Voraussetzung ist, dass die Fläche im eigenen Eigentum ist oder der Eigentümer zugestimmt hat.
An dem spielerischen Wettbewerb, der von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz organisiert wird, hat sich der Kreis Steinfurt bereits im letzten Jahr unter dem Motto „Mehr Grün statt Grau“ beteiligt. Die Akteure hoffen wieder auf eine rege Beteiligung in den Kommunen. „Jeder entfernte Stein ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zu einem l(i)ebenswerteren Ochtrup“, meint auch Robin Stöber.
Bei Rückfragen zur Förderung oder zum Wettbewerb kann er jederzeit kontaktiert werden unter der Tel-Nr: 02553 73-341, E-Mail: robin.stoeber@ochtrup.de.



