Infostele mit Fackel am Eingang der Gedenkstätte Hellstiege
Kreuz und Engel auf der Gedenkstätte Hellstiege
Kranz vor den Soldatengräbern an der Gedenkstätte Hellstiege

Gedenkstätte Hellstiege

Gedenkstätte Hellstiege

Die ersten Planungen für die Gedenkstätte gehen auf eine Initiative des Heimat– und Verkehrsvereins der Stadt Ochtrup im Jahre 1952 zurück. Die Grundidee der Planer des neu anzulegenden Geländes war es, an einem zentralen Ort allen Gefallenen der Gemeinde zu gedenken. Gleichzeitig sollte für die Angehörigen ein Ort des Erinnerns geschaffen und den folgenden Generationen die Schrecken des Kriegs vor Augen geführt werden.
Grundlegender planerischer Gedanke war es, den sich an dieser Stelle befindlichen alten und nicht mehr belegten Friedhof der kath. Kirchengemeinde Sankt Lamberti in eine würdige Grünanlage umzugestalten und ihn somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Am 19.11.1961, dem bundesweiten Volkstrauertag, wurde die Gedenkstätte eingeweiht und dient seither alljährlich als Austragungsort des Volkstrauerfeier.

Der östliche Teil der Anlage wird durch das Gräberfeld dominiert. Hier finden die vom Friedhof an der Alten Maate umgebetteten Toten des Zweiten Weltkriegs ihre letzte Ruhestätte.

Die an einer angrenzenden Mauer angebrachten 800 Tonkreuze aus Ochtruper Töpfereien stehen stellvertretend für die gefallenen Ochtruper Soldaten des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Damit soll jedem gefallenen Ochtruper Soldaten ein Erinnerungsort gegeben werden. So finden sich der jeweilige Name und die dazugehörigen Lebensdaten auf den Kreuzen. Die Angehörigen haben damit die Möglichkeit, unterhalb der Kreuze in Gedenken an ihre Verwandten oder Freunde Blumen zu pflanzen.

In der Mitte der Anlage befindet sich eine Skulptur mit zwei übereinander schwebenden Engeln aus Muschelkalk. Diese sollen zum einen die imaginäre Anwesenheit der verstorben Seelen im Raum der Gedenkstätte sichtbar und greifbar machen und zum anderen den Lebenden als Mahnung dienen.