Steingarbmale auf dem jüdischen Friedhof
Bergwindmühle mit Acker im Vordergrund

Jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof

Zwischen Hellstiege und Laurenzstraße liegt der 1806-1813 angelegte 1221 qm große jüdische Friedhof.

Der Begräbnisort ist das letzte sichtbare Zeugnis, das an die jüdische Gemeinde in Ochtrup erinnert.

Unter dem Druck der antisemitischen Gesetze und Maßnahmen während der Zeit des Nationalsozialismus gingen viele der 44 Glieder zählenden Gemeinde in die Emigration. Die letzte Bestattung fand am 27. September 1937 auf dem jüdischen Friedhof statt. Im Jahr 1938 lebten noch 14 Gemeindemitglieder in Ochtrup.

Eine letzte jüdische Mitbürgerin, die nach Ende des Nationalsozialismus nach Ochtrup zurückkehrte, fand in den Achtziger Jahren ebenfalls ihre letzte Ruhestätte auf dem jüdischen Friedhof.

 Ein jüdisches Grab wird für die Ewigkeit angelegt, die Totenruhe ist hier unantastbar. „Häuser der Ewigkeit“ oder „Ort des Lebens“ werden daher auch die jüdischen Gräber genannt. Auf einem jüdischen Friedhof ehrt man die Toten nicht mit Kerzen und Blumen, sondern mit Steinen auf dem Grabstein. Ansonsten bestimmt die Natur den Ort.

Zwischen hohen Bäumen gelegen, bildet der jüdische Friedhof ein kleine, stille Oase in Steinwurfnähe zum DOC und ist in jedem Falle einen Abstecher wert. Das Eingangstor befindet sich an der Hellstiege. Der Schlüssel zum Tor kann bei der Stadt Ochtrup angefragt werden.


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