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Seismische Messungen in Ochtrup


Der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen (GD NRW) führt im Rahmen der geologischen Landesaufnahme ab Oktober 2026 seismische Messungen in der Region des nördlichen Münsterlandes - und damit auch in Ochtrup - durch.

Hintergrund der Messungen ist der politische Entschluss, den Einsatz von Erdwärme zu fördern und diese in NRW optimal zu nutzen. Dafür will der GD NRW mithilfe von Seimsmik-Messungen Erkenntnisse über den Aufbau des tiefen Untergrundes gewinnen. Von besonderem Interesse sind Sandsteine, die potenziell für eine Erdwärmenutzung interessant sein können.

Ochtrup ist Teil des 180 km langen Streckenverlaufs der 2 D Seismik nördliches Münsterland, in dem insgesamt vier Kreise und 23 Kommunen betroffen sind. Ab Anfang Oktober werden in ca. 8-9 Wochen spezielle Messfahrzeuge die Strecken abfahren.

Sie sehen: Abbildung eines Vibrotrucks mit Skizze der Schwingungen im Erdreich vor einer Gebäudesilhouette

Das Verfahren der Vibrationstechnik wurde entwickelt, um den tiefen Untergrund möglichst schonend und ohne Bohrungen zu erkunden. Dabei senden die Messfahrzeuge, sogenannte "Vibro-Trucks", über eine absenkbare Rüttelplatte Schwingungen in den Untergrund. Die erzeugten Schallwellen werden von den verschiedenen Gesteinsschichten unterschiedlich stark reflektiert. An der Erodoberfläche werden die Reflexionen von speziellen Mikrophonen (Geophonen) empfangen und gespeichert.

Die Vibro-Trucks fahren entlang von Messlinien, an denen im Vorfeld die Geophone ausgelegt wurden. Die Messungen sollen überwiegend nachts vorgenommen werden, um den Alltagsverkehr auf den Straßen nicht weiter zu belasten und ein besseres Ergebnis der Datenqualität aufgrund des ruhigen Umfelds zu erzielen.
Der Konvoi von drei Messfahrzeugen plus Begleitfahrzeugen bewegt sich dabei nur sehr langsam vorwärts.

Die Schwingungen sind im direkten Umfeld der Messfahrzeuge deutlich spürbar. Die Motorengeräusche nehmen während des Messvorgangs an Lautstärke zu. Von diesen Schwingungen und den Geräuschen geht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt aus. Für zeitweilige Störungen oder verkehrliche Behinderungen durch die Messungen bittet der Geologische Dienst um Verständnis.

Alle Infos finden Sie in im Flyer des Geologischen Dienstes NRW: