Ein entscheidender Schritt in Sachen Hochwasserschutz: Gemeinsam mit dem Wasser- und Bodenverband Vechte und Gauxbach entwickelt die Stadt Ochtrup eine wichtige Retentionsfläche in Langenhorst neben dem Feldbach. Das Flüsschen kommt von Metelen und mündet zwischen Langenhorst und Welbergen in die Vechte.
Retentionsflächen dienen der temporären Rückhaltung von Wasser, um die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten. Bei Hochwasser werden diese Flächen kontrolliert überschwemmt, die Geschwindigkeit der Flutwelle reduziert und so benachbarte Bereiche geschützt. Außerdem fördern Retentionsflächen die natürliche Verdunstung und Versickerung.
Die für den Hochwasserschutz wichtige Fläche liegt zwischen Stahmstraße, Eichendorffallee und Hauptstraße, die Stadt Ochtrup hat sie zu dem Zweck erworben. Zurzeit liegt sie brach und ist nicht öffentlich zugänglich. Für die Maßnahme müssen dort stehende kleinere Bäume teilweise gefällt, Büsche und Gestrüpp gerodet werden. Damit wurde jetzt die Landschaftsbaufirma Hönerlage aus Gronau beauftragt. Ab der zweiten Februarwoche will sie zügig mit der Ausführung beginnen, um Ende des Monats fertig zu sein und die Nistzeit nicht zu stören. Die größeren Bäume auf der Fläche werden stehen bleiben. So wird hier ein Bereich geschaffen, der künftig nicht nur als Retentionsfläche dient, sondern durch die unterschiedlichen Naturräume in Kombination mit den größeren Bäumen Lebensräume für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten bietet.
Ein öffentlicher Spielplatz, der sich in unmittelbarer Nähe des Grundstücks befindet, soll für die Maßnahme verlegt werden. „Zunächst werden die Spielgeräte eingelagert“, erklärt Bauamtsleiterin Karin Korten. „Langfristig planen wir, damit die vorhandene Spielfläche zwischen Gräfte und Eichendorffallee zu vergrößern und aufzuwerten.“
Kämmerer Roland Frenkert ergänzt: „Über die anstehende Maßnahme haben wir die Anwohner der Eichendorffallee bereits im Rahmen der Anliegerversammlung für den Ausbau der Eichendorffallee grob informiert. Während der Umsetzungsphase können sich Interessierte jederzeit an uns wenden.“
Soviel ist allen Beteiligten klar: Nach der Umsetzung profitieren nicht nur die Anwohner von einem erhöhten Hochwasserschutz. In der geplanten Retentionsfläche sehen sie eine wichtige Investition in Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Lebensqualität für die ganze Stadt.



